Versilberter Tag vor Damp

Nachdem das Wetter am Wochenende 7./8. März mehr als schlecht vorausgesagt worden war, sah es am Montag alles andere als schlecht aus. Eine 2 BFT war für mich Grund genug einen Resturlaubstag einzureichen. Diese Entscheidung war die absolut Richtige.

Am Montag den 09.03.15 ging es mit Sack und Pack um 4.30 Uhr los nach Hökholz.
Es empfing mich eine 2-3 BFT aus NW mit leichter Welle. Schnell alles aufgebaut und die Ruten beködert um voller Vorfreude, mit dem Gedanken welche Überraschungen dieser Tag wohl für mich bereit hält, zu starten.
Ich setzte auf Köder im Heringsdekor und auffällige Köder mit viel Bewegung weil ich nicht wusste ob die Algenblüte in der Eckernförder Bucht noch aktuell ist.

Fangmaschine

Fangmaschine

Tatsächlich war das Wasser leicht angetrübt. Bei 3-4m Wassertiefe konnte man gerade so den Grund erahnen.

Beim Ausbringen der ersten Rute kam schon die erste Überraschung…Die Schnur meiner Fladen Multirolle verwickelte sich im Gehäuse, sodass ich den Anker setzen, und die Rolle aufschrauben musste, um das Problem zu lösen. Das ging ja gut los….

Nach 10 Min. der zweite Start. Schnell waren die je 3 Ruten am Brettchen auf jeder Seite plus die Downriggerrute ausgelegt. Ich fuhr auf 6-7m Richtung Norden als schon nach ein Paar Hundert Metern Fahrt das Mittlere Brettchen nach hinten schoss… Ich schmiss das Brötchen was ich mir gerade gönnte zur Seite und schnappte mir die Rute. Kurze Gegenwehr und ausgeschlitzt. Mist! Die Rute war mit einem 25g Wuttke Paravan und einem Break Point XL am 1,40m Vorfach „bewaffnet“. Der erste Biss also auf ein Naturdekor in Heringsdesign. Diese Kombination brachte mir später noch einige Dorsche bei 5-6m Tiefe.

Nach ca. 500m drehte ich um und fuhr die Strecke noch einmal zurück.
Zuletzt waren die Forellen immer in einem Gebiet konzentriert. Aus diesem Grund habe ich mir vorgenommen nach einem Forellenkontakt die Nähere Umgebung abzusuchen. Etwa 100m vor dem ersten Biss bemerkte ich das der äußerste Planer etwas hinter den Anderen lief. Es hing die erste Forelle am Band. Knapp über Maß nahm ich sie mit. Sie ließ sich einen Rhino Trout Killer im Dekor „Black Devil“ schmecken. Wieder ein Heringsdekor.

200m weiter rauschte das selbe Brettchen wie verrückt nach hinten. Ich nahm die Rute in die Hand und verspürte Starke gegenwehr. Ich vermutete zunächst einen Dorsch weil der Druck doch recht groß war. Von den letzten Forellen war ich es gewohnt das sie mit Ausnahme einiger Kopfstöße in der Regel mitschwimmen. Als ich allerdings 10m Hinterm Boot schon das 10g Katharinenblei sah, aber keinen weißen Bauch eines sich drehenden Dorsches, war mir schnell klar das es sich um etwas großes silbernes handeln muss. Und so war es auch. Im Fahrwasser zeigte sich eine Große Forelle. Auf solch einen Fisch wartete ich schon seit vielen vielen Ausfahrten, also bloß nix falsch machen…(Bei der Letzten Tour am selben Strand hat sich ein solcher Fisch im Sprung hinter dem Boot
verabschiedet) Ich wartete konzentriert ab was der Fisch macht, in der Hoffnung, er würde sich müde toben. Nach ein paar Fluchtversuchen gelang jedoch der erste Kescherversuch und ein Jubelschrei störte die Stille der Bucht. 71cm pure Kraft lagen nun im Boot. Ich konnte es nicht fassen. Dieser Fisch hat ebenfalls auf den Trout Killer im Dekor „Black Devil“ über 7m Wasser am 10g Katharinenblei gebissen. Diese Kombination brachte kurze Zeit später auch die dritte Forelle ins Boot.

71er Silberpfeil

71er Silberpfeil

Ich habe schnell alle Ruten eingeholt um in Ruhe ein paar Bilder zu knippsen und allen ein Foto zu schicken. Der Wind war mittlerweile auch komplett eingeschlafen. Ententeich.

Nachdem alles erledigt war setzte ich meine Tour fort. Mit dem Gedanken im Hinterkopf mein Ziel erreicht zu haben probierte ich es auch mal etwas tiefer aus. Ich fuhr auf 12-13m Tiefe um zu schauen ob schon Heringe zu sehen sind. Es gab vereinzelt Anzeigen über dem Grund und es landeten einige Dorsche im Boot die den Ismo Quack am Downrigger lecker fanden. Von etwa 12 gefangenen Dorschen habe ich aber nur 4 entnommen.
So viel Fisch brauche ich dann doch nicht.

Ententeich beim Trolling

Ententeich beim Trolling

Zurück richtung Auto versuchte ich es noch einmal auf 5-6m wo es Dorschbisse und Dorsche hagelte. Wenn eine Rute krumm war dauerte es nicht lange bis der Nächste Biss kam. Es gab aber auch viele Fehlbisse bzw. Aussteiger. Fand ich aber halb so schlimm.

Am Ende holte ich die tieflaufenden Ruten ein und fuhr noch mal auf 4 m.
Wieder ein Biss auf Trout Killer in Schwarz/Silber am 25g Paravan. Die 4. und letzte Forelle mit 45cm aber sowas von Fett gefressen landete im Boot. Was für ein Tag! Um 15.30 Uhr brach ich überglücklich diese grandiose Tour ab.

was für ein Fisch!

was für ein Fisch!

Ich hoffe sehr das der Wind im Frühjahr noch ein Paar Ausfahrten zulässt noch bevor die Hornpieper die Strände stürmen.

Allen die aufs Wasser kommen „Petri Heil“.